


Die kreative Spur war früh da
Kreativität hat mich schon sehr früh begleitet. Als Jugendliche habe ich mir meine Kleidung selbst genäht, verschiedene Stoffe ausprobiert und Dinge gestaltet. Es war für mich selbstverständlich, mit den Händen etwas zu erschaffen.
Meine Ausbildung habe ich damals in der ehemaligen DDR als Schuhfertiger mit Abitur gemacht und gelernt, wie industriell Schuhe hergestellt werden. Eigentlich wollte ich danach Schuhdesign in Pirmasens studieren und direkt in die gestalterische Richtung gehen.
Doch mitten in diese Zeit fiel die Wende – und mit ihr der Zusammenbruch der deutschen Schuhindustrie. Der Weg, den ich ursprünglich gehen wollte, war plötzlich nicht mehr da. Also entschied ich mich für einen anderen Weg und studierte BWL.
Das Thema Schuhe, Handwerk und kreativ etwas gestalten hat mich trotzdem nie ganz losgelassen.
Mein Weg zum Schuhmacherhandwerk
Viele Jahre später – ich war Anfang dreißig, hatte inzwischen einen kleinen Sohn und arbeitete hauptberuflich als Personalleiterin in einem Chemieunternehmen – kam der Moment, in dem ich mich fragte:
Was möchte ich eigentlich wirklich machen?
Das Bedürfnis, wieder kreativ zu arbeiten, wurde immer stärker. Und so erinnerte ich mich an das, was ich ursprünglich gelernt hatte.
2010 begab ich mich auf die Suche nach einem Schuhmacher, der mir hilft, meine Kenntnisse und Fähigkeiten in diesem Bereich wieder aufzufrischen. In Frankfurt fand ich die Schuhmacherei Lenz, wo ich jeden Freitag in der Werkstatt sein durfte. Ich lernte dort das Schuhmacherhandwerk von Grund auf neu: schleifen, fräsen, reparieren – alles, was in einem Schuhmacherbetrieb zum Alltag gehört.
Am Anfang habe ich viel über die Schulter geschaut, ausprobiert und Schritt für Schritt gelernt. Mein erster Schuh war sogar ein geschlossener Schuh für mich selbst. Danach folgten weitere Modelle und irgendwann auch die ersten Sandalen.
Zunächst war das alles einfach ein Hobby. Ich fertigte Schuhe für mich, dann für meine Mutter und später für Freunde.
Ein paar handgefertigte Sandalen das ich 2014 für meine Mama gemacht habe, trägt sie übrigens bis heute. Sie sind noch in Gebrauch allerdings als Gartenschuhe😉. Für mich immer wieder ein schönes Zeichen dafür, wie langlebig handgefertigte Dinge sein können.



Bis heute bin ich sehr dankbar für diese Zeit und dafür, dass ich die Werkstatt der Schuhmacherei Lenz so viele Jahre nutzen durfte. Ohne diese Möglichkeit hätte sich vieles wahrscheinlich anders entwickelt,
In dieser Zeit habe ich das Schuhmacherhandwerk Schritt für Schritt neu gelernt – von den ersten Handgriffen bis zu den ersten eigenen Modellen



Wie genau eine handgefertigte Sandale entsteht, habe ich in diesem Beitrag ausführlich beschrieben👉 Schritt für Schritt: Wie entstehen handgefertigte Sandalen
Der Moment, der alles verändert hat – vor der Tür der Schuhmacherei
Als ich 2010 auf der Suche nach einem Schuhmacher war, der mir hilft, meine Kenntnisse wieder aufzufrischen, fand ich schließlich die Schuhmacherei Lenz in Frankfurt. Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich zum ersten Mal vor der Tür stand.
Ich wollte eigentlich nur fragen, ob ich dort vielleicht ein Praktikum machen könnte. Aber ich habe mich zuerst gar nicht getraut, hineinzugehen.
Ich stand eine Weile vor der Tür und war so aufgeregt wie eine Sechzehnjährige. Irgendwann habe ich meinen Mut zusammengenommen, bin hineingegangen und habe einfach gefragt.
Die Antwort kam sofort – und sie war überraschend einfach: Ja.
Es war überhaupt kein Problem. Im Gegenteil: Es war eher Freude darüber da, dass sich jemand für dieses Handwerk interessiert.
Im Rückblick war dieser Moment einer der entscheidenden Wendepunkte, aus denen später Riccovento entstanden ist.



Handgefertigte Sandalen im Rhein-Main-Gebiet – wie alles begann: Als aus dem Hobby ein Unternehmen wurde
Zwischen 2010 und 2015 wurde aus dem Hobby langsam mehr. Immer häufiger wurde ich gefragt, ob ich nicht auch für andere ein Paar handgefertigte Sandalen machen könnte oder ein bestimmtes Sandalen Modell nachbauen würde.
Und irgendwann stellte sich die Frage ganz von allein: Warum eigentlich nicht ein kleines Unternehmen daraus machen?
2015 lernte ich auf einer Schuhmesse im Rhein-Main-Gebiet meinen heutigen italienischen Lieferanten kennen. Dort entdeckte ich ein Baukastensystem aus Sohlen und Riemen – die Grundlage für viele der Modelle meiner handgefertigten Sandalen, die ich heute fertige.
Im Frühjahr 2016 gründete ich schließlich mein Kleinunternehmen.
Die ersten Kundinnen gab es zwar schon vorher – damals noch eher im privaten Rahmen – aber nun begann Riccovento offiziell.



Der Name Riccovento
Der Name Riccovento begleitet mich schon viel länger als das Unternehmen selbst.
Er entstand bereits in den 1990er-Jahren während eines Italienisch-Sprachkurses in einer kleinen Übung.
„Ricco“ kommt aus dem Englischen rich, was für „reich“ steht – ein Teil meines Nachnamens Windrich.
„Vento“ bedeutet auf Italienisch Wind – ebenfalls ein Bezug zu meinem Nachnamen.
Riccovento gab es also als Namen schon viele Jahre, bevor das Unternehmen gegründet wurde. Die Internetadresse war sogar fast 15 Jahre lang reserviert, ohne dass dort etwas darauf zu sehen war.
Erst 2016 bekam der Name schließlich seinen Platz. Die Bilder zeigen die Logoentstehung.



Vom Ausprobieren zur klaren Richtung
In den ersten Jahren nach der Gründung war Riccovento noch sehr vielseitig.
Der ursprüngliche Fokus lag auf maßgefertigten Sandalen, die ich komplett selbst aufgebaut habe – von der Sohlenform über die genähten Riemen bis zur fertigen Sandale.
Parallel dazu kamen mit der Zeit immer mehr Produkte dazu. Ich experimentierte viel mit Materialien und Formen und fertigte unter anderem:
- Geschlossene Schuhe – von Ballerinas bis zum Halbschuh im Oxford Stil
- Kleine und große Ledertaschen
- Upcycling-Taschen aus Jeans und anderen Stoffen
- Gürtel
- Lederaccessoires
- Produkte aus Werbebannern
Die Produktpalette war damals deutlich breiter als heute. Es war eine Zeit des Ausprobierens und Lernens.



Märkte, Begegnungen und erste Kundinnen
Die ersten Jahre waren stark von Kunsthandwerkermärkten im Rhein-Main-Gebiet geprägt.
Dort konnte ich meine Arbeiten zeigen, mit Menschen ins Gespräch kommen und erste Kund:innen gewinnen.
Viele Kund:innen haben mich damals zum ersten Mal auf einem Markt entdeckt. Später kamen immer mehr Empfehlungen dazu – Kund:innen, die ihre Sandalen weiterempfohlen haben und so neue Menschen zu Riccovento gebracht haben.
Mit jedem Jahr kamen neue Märkte dazu. Manche passten gut, andere weniger – auch das gehört zu den Erfahrungen der Anfangszeit.



Meine Zuhause Werkstatt in Niedernhausen im Rhein-Main-Gebiet
Schon früh habe ich vieles zu Hause vorbereitet, zunächst allerdings ohne eigene Maschinen.
2018 ergab sich dann eine besondere Gelegenheit: Eine Schuhmacherei schloss – und ich konnte ihre Schleifmaschine übernehmen.
Allerdings stand die Maschine zunächst fast ein Jahr ungenutzt da, weil ich erst einen Starkstromanschluss legen lassen musste.
Richtig in Betrieb genommen habe ich sie schließlich während der Corona-Zeit 2020/2021. In dieser Zeit war ich sehr froh, die Maschine zu haben und mehr in der eigenen Werkstatt arbeiten zu können.
Heute ist meine Zuhause-Werkstatt in Niedernhausen der Mittelpunkt meiner Arbeit.



Vom Markt zur persönlichen Termin und Wegbegleitung
In den letzten Jahren hat sich Riccovento weiter verändert.
Während Märkte am Anfang eine wichtige Rolle gespielt haben, verlagerte sich der Fokus Schritt für Schritt stärker auf persönliche Termine und den Online-Bereich.
2020 wurde auch die Website neu aufgebaut. Viele Kundinnen finden Riccovento heute über das Internet oder über Empfehlungen – und kommen dann zu einem Termin in meine Werkstatt.
Für dieses Jahr habe ich entschieden, mit den Märkten eine Pause einzulegen und mich stärker auf die individuelle Beratung zu konzentrieren.
Viele Kundinnen informieren sich heute schon frühzeitig und planen ihre Sandalen bewusst im Voraus.
Warum es sinnvoll ist, handgefertigte Sandalen bereits im Winter zu beauftragen, habe ich hier zusammengefasst.
Zwei Wege, die heute zusammengehören
Riccovento ist lange Zeit neben meinem Hauptberuf gewachsen – und das ist auch heute noch so.
Ich arbeite weiterhin im Personalbereich, inzwischen in einem Startup. Über die Jahre habe ich gelernt, beide Welten sehr zu schätzen.
Auf der einen Seite das kreative, handwerkliche Arbeiten mit Leder und Sandalen.
Auf der anderen Seite die Arbeit mit Menschen, Teams und Organisationen.
Beides macht mir große Freude und ergänzt sich auf eine besondere Weise.
Zehn Jahre Riccovento –Handgefertigte Sandalen im Rhein-Main-Gebiet mit Geschichte
Wenn ich heute auf die letzten zehn Jahre zurückblicke, sehe ich keinen geraden Weg. Ich sehe viele kleine Schritte, Entscheidungen, Begegnungen – und immer wieder das Vertrauen, dem eigenen Gefühl zu folgen.
Aus einer Idee ist Schritt für Schritt Riccovento entstanden. Aus einem Hobby ein Handwerk. Und aus einzelnen Paaren Sandalen viele Begleitungen durch den Alltag meiner Kundinnen.
Heute entstehen in meiner Werkstatt in Niedernhausen im Rhein-Main-Gebiet handgefertigte Sandalen, die individuell im Auftrag gefertigt werden. Jedes Paar bringt seine eigene Geschichte mit. Und wird mit der Zeit selbst ein Teil davon.
Das bedeutet für dich:
Sandalen, die dich nicht nur einen Sommer begleiten – sondern viele. Und vielleicht beginnt genau hier auch deine Geschichte mit einem neuen Paar.
An dieser Stelle möchte ich allen Menschen danken, die Riccovento in den letzten zehn Jahren begleitet haben – Kundinnen, Wegbegleitern und Unterstützern. Ohne euch wäre dieser Weg nicht möglich gewesen.

Jubiläumsgeschenk – 10 % auf neue Aufträge
Zum 10-jährigen Jubiläum im Frühjahr 2026 von Riccovento möchte ich mich bedanken. Deshalb gibt es ab sofort und bis 30. April 2026 einen kleinen Jubiläumsbonus:
10 % auf alle neuen Aufträge für handgefertigte Sandalen und Clogs.

Wenn du schon länger mit dem Gedanken spielst, dir ein Paar anfertigen zu lassen, ist jetzt ein schöner Moment dafür.
Du kannst jetzt:
🌱 Umsehen – Sandalen, Clogs, Gürtel und Taschen entdecken
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✉ Nachricht – Fragen klären, ganz unverbindlich
🪡 Direkt anfragen – wenn du Dein Modell schon kennst
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➡ Erstberatung vor Ort (Niedernhausen / Rhein-Main / Hessen)
Ich freue mich auf viele neue handgefertigte Sandalen.